Hausärzt:in 02/2024

Leitlinien-Update zur atopischen Dermatitis

Mensch zeichen Checkboxen mit Hackerl an eine Fensterscheibe
Übersicht über das erweiterte Behandlungsspektrum mit Checklisten zur Indikationsstellung für die Systemtherapie.
© Pasuwan / shutterstock.com

Die überarbeitete Guideline der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft konnte auf das S3-Niveau angehoben werden. In der aktualisierten Version werden unter anderem die neuen Systemtherapeutika eingeordnet.

Die atopische Dermatitis (AD), eine der häufigsten chronisch entzündlichen Hauterkrankungen, ist oft mit anderen Krankheitsbildern des atopischen Formenkreises vergesellschaftet. Betroffene leiden unter einem ausgeprägten Juckreiz, welcher einen enormen Leidensdruck verursacht, sowie unter trockener Haut und Ekzemen. Die Grundlage jeder Neurodermitis-Therapie bildet die Basispflege. Topische antiinflammatorische Glukokortikoide oder Calcineurin-Inhibitoren dienen der Kurzzeitbehandlung. Bei der Therapie von mittelschweren bis schweren Formen kommen systemische antiinflammatorische Medikamente zum Einsatz. Neu zugelassene monoklonale Antikörper und Januskinase-Inhibitoren können hierbei gute Effekte erzielen. Ebenjene zusätzlichen medikamentösen Behandlungsoptionen machten auch eine Aktualisierung der Leitlinie zur atopischen Dermatitis notwendig.

Die überarbeitete Guideline der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft konnte auf das S3-Niveau angehoben werden. In der aktualisierten Version werden unter anderem die neuen Systemtherapeutika eingeordnet. Außerdem enthält sie übersichtliche Checklisten mit Kriterien zur Systemtherapie für Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie prägnante Wirkstofftabellen.