Klinische Adipositas wird mittlerweile als chronische, systemische Erkrankung definiert, die durch überschüssiges Körperfett und daraus resultierende funktionelle Beeinträchtigungen von Geweben und Organen gekennzeichnet ist. Dies birgt das Risiko schwerer endokriner Schäden und potenziell lebensbedrohlicher Komplikationen, darunter Herzinfarkt, Schlaganfall und Nierenversagen. Bei der präklinischen Adipositas hingegen sind die Organfunktionen noch weitgehend erhalten, jedoch besteht bereits ein signifikant erhöhtes Risiko, gesundheitliche Probleme wie Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bestimmte Krebsarten zu entwickeln. Gezielte Präventionsmaßnahmen und Lebensstiländerungen sind entscheidend, um das Fortschreiten der Adipositas zu verhindern.1
Adipositas: Die Macht des Alltags
Die aktuelle Beurteilung von Adipositas, die primär auf dem Body-Mass-Index (BMI) basiert, stößt in der klinischen Praxis an Grenzen. Für die adäquate Erfassung von Fettleibigkeit wird deshalb empfohlen, zusätzlich mindestens ein anthropometrisches Kriterium zu verwenden, etwa den Taillenumfang.
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