Personen mit erhöhtem Risiko für schwere COVID-19-Verläufe sollten routinemäßig zweimal jährlich im Abstand von sechs Monaten geimpft werden. Zu diesen Hochrisikogruppen zählen hochbetagte Menschen, ältere Erwachsene mit schwerwiegenden Komorbiditäten oder schwerer Adipositas, Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen sowie moderat bis stark immunsupprimierte Personen. Aufgrund des begrenzten Schutzes, der mehr als ein halbes Jahr nach der letzten Impfung nachlässt, empfiehlt die SAGE für diese Gruppen mindestens eine jährliche Impfung, bevorzugt jedoch zwei Impfungen pro Jahr.
Darüber hinaus kann erwogen werden, weitere Personengruppen regelmäßig – mindestens einmal jährlich – zu impfen, insbesondere ältere Erwachsene ohne Komorbiditäten, jüngere Erwachsene, Jugendliche sowie Kinder mit schweren Begleiterkrankungen oder Beschäftigte im Gesundheitswesen und in der Pflege. Für Schwangere kann eine einmalige Impfung, vorzugsweise im zweiten Trimester, in Betracht gezogen werden.
Diese Empfehlungen dienen als Grundlage für die Ausarbeitung des WHO-Positionspapiers zu COVID-19-Impfstoffen, dessen Veröffentlichung für 2026 geplant ist.