Hausärzt:in 03/2026
Ärzt:in Assistenz 2025

Vom Klangverstärker zum Hörcomputer

Ein futuristisches Ohrdesign mit digitalem Datenfluss und faszinierenden Lichteffekten
Mit den neuesten KI-Hörlösungen können bis zu 7,7 Milliarden Operationen pro Sekunde durchgeführt werden.
© neirfy / adobe.stock.com
Hörgeräte haben in den letzten Jahrzehnten einen deutlichen Entwicklungsschub erfahren. Nach Digitalisierung und Drahtlos-Technologie ermöglicht die Künstliche Intelligenz (KI) nun einen weiteren Quantensprung in der Hörakustik. Christoph Thanner, Hörakustikexperte in Linz, erklärt, was dahintersteckt.
Medizinische Expertise
Christoph  Thanner

Christoph Thanner (Hörakustiker im Bereich Forschung und Entwicklung)

HAUSÄRZT:IN: Wie haben sich moderne Hörgeräte in den letzten Jahren entwickelt?

THANNER: Die meisten Hörverluste sind so charakterisiert, dass sie nicht einfach durch einen Lautstärkeausgleich kompensiert werden können. Daher wurde in den letzten Jahren daran geforscht, die Nutzinformation – sprich die Sprachinformation – hervorzuheben und unnötige Hintergrundgeräusche, also den Störlärm, in digitalen Hörgeräten zu unterdrücken. Dazu wurde bereits mit Mustererkennung gearbeitet. Allerdings war es bisher mit der konventionellen Technik eher schwierig, Sprachkomponenten Wort für Wort oder Silbe für Silbe herauszufiltern.