Hausärzt:in 02/2026
Ärzt:in Assistenz 2025

Hüftgelenk und Hüftarthrose – Grundlagen, Symptome und Management

Nebst Knien und Fingern sind die Hüften besonders häufig von Arthrose betroffen.
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Das Hüftgelenk zählt zu den größten und am stärksten belasteten Gelenken des menschlichen Körpers. Es verbindet den Oberschenkelknochen mit dem Becken und ermöglicht grundlegende Bewegungen wie Gehen, Stehen, Sitzen oder Treppensteigen. Aufgrund dieser zentralen Rolle ist das Hüftgelenk besonders anfällig für degenerative Veränderungen, allen voran für die Hüftarthrose, eines der häufigsten Krankheitsbilder im orthopädischen Alltag.
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Medizinische Expertise
Stefan Motter

Stefan Motter, dipl. PT, MSc. (Physiotherapeut mit Schwerpunkt Orthopädie in Hall/Tirol)

www.physio-central.at

Das Hüftgelenk besteht aus der Gelenkpfanne des Beckens und dem Oberschenkelkopf. Beide Gelenkpartner sind mit einer glatten Knorpelschicht überzogen, die reibungsarmes Gleiten ermöglicht und Druckbelastungen abfedert. Stabilisiert wird das Gelenk durch einen kräftigen Kapsel-Band-Apparat und Muskulatur. Ein wichtiger knöcherner Orientierungspunkt ist der seitlich tastbare große Rollhügel (Trochanter), an dem zahlreiche Muskeln ansetzen.

Die umgebende Muskulatur übernimmt wesentliche Aufgaben:

  • Die Gesäßmuskulatur, insbesondere der große Gesäßmuskel, ermöglicht das Strecken des Beins nach hinten und ist entscheidend für Aufstehen, Gehen und Treppensteigen.
  • Seitliche Hüftmuskeln stabilisieren das Becken beim Gehen und sorgen für eine korrekte Beinachse.
  • Hüftbeuger heben den Oberschenkel nach vorne und verbinden Bein und Becken funktionell.
  • Adduktoren an der Innenseite des Oberschenkels ziehen das Bein nach innen und tragen wesentlich zur Stabilität bei.

Ein ausgewogenes Zusammenspiel dieser Muskelgruppen ist Voraussetzung für eine gleichmäßige Gelenkbelastung.