Die Forschenden analysierten Daten aus zwei Beobachtungskohorten (Toronto PsA-Kohorte am Women's College Hospital und NYU Psoriatic Arthritis Center). Eingeschlossen wurden 48 Patient:innen (Ø 52,7 Jahre; 60,4 % weiblich) mit einem mittleren BMI von 34,9 zum Ausgangszeitpunkt.
Zu Studienbeginn erhielten 33,3 % konventionelle DMARDs und 77,1 % biologische bzw. zielgerichtete synthetische DMARDs. Der mediane DAPSA lag bei 14,5; die Zahl druckschmerzhafter Gelenke bei 1, geschwollener Gelenke bei 0, der Schmerzscore bei 5/10. Komorbiditäten waren häufig: Diabetes mellitus (35 %), arterielle Hypertonie (50 %), metabolisch assoziierte Lebererkrankung (21 %) und Schlafapnoe (35 %).
Nach 12 Monaten zeigte sich ein mittlerer Gewichtsverlust von −6,43 kg; 60 % der Patient:innen verloren ≥ 5 % ihres Körpergewichts. 44 der 48 Personen wurden weiterhin mit GLP-1-RA-Therapie behandelt.
Signifikante Verbesserungen wurden für Triglyzeride (−13,5 mg/dl), CRP (−1,1 mg/l), geschwollene Gelenke (Median 0) und Schmerzscore (−1) beobachtet. Numerische, jedoch nicht signifikante Verbesserungen zeigten sich u. a. im DAPSA, bei druckschmerzhaften Gelenken, der Patienten-Gesamteinschätzung, der Funktion, Fatigue, der Lebensqualität sowie bei Cholesterin- und Alanin-Transaminase-Werten.
Die Autor:innen erklären, dass Adipositas sowohl als Risikofaktor als auch als Krankheitsverstärker bei Psoriasis und PsA wirkt. Bei adipösen Patient:innen mit Psoriasis ist das PsA-Risiko 1,2- bis 2,7-fach erhöht.
GLP-1-RAs sind bei PsA-Patient:innen mit Adipositas mit Gewichtsreduktion und signifikanten Verbesserungen einzelner metabolischer und inflammatorischer Parameter assoziiert. Weitere Studien sind jedoch erforderlich, um die zugrunde liegenden Mechanismen zu klären.