Hausärzt:in 01/2026
Ärzt:in Assistenz 2025

Impfungen als zentrale Säule der Prävention

Herzpflaster auf Impfstelle am Oberarm
Ein kleiner Stich kann vor teils bedrohlichen Infektionskrankheiten schützen.
© KI / stock.adobe.com
Impfungen zählen zu den größten Erfolgen der modernen Medizin und schützen Millionen Menschen jährlich vor schweren Infektionskrankheiten. In der hausärztlichen Praxis rücken sie besonders in den Fokus, da Ordinationen zentrale Anlaufstellen für präventive Versorgung sind. Dieser Artikel beleuchtet aktuelle Empfehlungen, Herausforderungen wie Impfmüdigkeit und die Rolle des Teams bei der Umsetzung. Impfungen gehören weltweit zu den wirksamsten Maßnahmen, um schwere Infektionskrankheiten zu verhindern und Todesfälle zu vermeiden. Der Körper lernt, Krankheitserreger zu erkennen, bevor es zu einer echten Infektion kommt. Für die ärztliche Versorgung bedeutet das, dass ein strukturierter Impfschutz-Check zu den wichtigsten präventiven Aufgaben in der Ordination zählt, gerade weil hier Menschen aller Altersgruppen regelmäßig betreut werden.
Inhaltsverzeichnis
Medizinische Expertise
Erika Zelko

Univ.-Prof.in Dr.in Erika Zelko, PhD (Akademische Leiterin des Lehrstuhls für Allgemeinmedizin an der Medizinischen Fakultät der Johannes Kepler Universität (JKU) in Linz)

Die Geschichte der Impfungen ist geprägt von Meilensteinen, die die Medizin nachhaltig verändert haben. Edward Jenners Beobachtungen zu Kuhpocken und Pocken, die Entwicklung von Polio- und Masernimpfstoffen oder die Einführung der Hepatitis-B-, HPV- und COVID-19-Impfstoffe zeigen, wie sich der verfügbare Impfschutz stetig erweitert hat. Jede dieser Innovationen hat dazu beigetragen, bestimmte Erkrankungen deutlich zu reduzieren oder beinahe zu eliminieren, was insbesondere für Kinder, ältere Menschen und chronisch Kranke einen enormen Gewinn an Lebensqualität und manchmal auch -länge bedeutet.