Hausärzt:in 02/2024

Angst und nervöse Unruhezustände in der hausärztlichen Praxis

Weiße Männchen - Spielfiguten sitzen im Kreis und halten sich die Ohren zu
Hat man sich erst darauf eingelassen, ist der psychosoziale Bereich ein weites Land, das einen nicht mehr los lässt.
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Im Interview mit der Hausärzt:in spricht Allgemeinmedizinerin Dr.in Reingard Glehr über den Praxisalltag, Therapiemaßnahmen und gesundheitspolitische Hürden in der Betreuung von Patient:innen mit Angst und innere Unruhe.

Medizinische Expertise
Reingard Glehr

Dr.in Reingard Glehr (Ärztin für Allgemeinmedizin in Hartberg, wiss. Mitarbeiterin am Institut für Allgemeinmedizin und evidenzbasierte Versorgungsforschung der Med Uni Graz, ÖGPAM-Vorstandsmitglied)

HAUSÄRZT:IN: Wie häufig werden Hausärzt:innen im Praxisalltag mit Angststörungen konfrontiert?

Dr.in Glehr: Angst stellt einen der häufigsten Beratungsanlässe sowohl im Bereich primär psychischer Störungen als auch als Komorbidität bei somatischen Erkrankungen dar. Insbesondere bei chronischen Erkrankungen ist sie ein häufiger Begleiter. Die Herausforderung, Angst zu erkennen und wenn möglich zu mildern, gilt es aber ebenso bei schweren akuten Erkrankungen zu meistern.