Hausärzt:in 05/2024

Uniklinikum Campus CDK: Modernisierung und Ausbau der psychiatrischen Versorgung

Am Uniklinikum Campus Christian-Doppler-Klinik werden mehrere große Bauprojekte umgesetzt, die die Infrastruktur in den Bereichen psychiatrische Akutversorgung, Versorgung älterer, psychisch kranker Menschen, Versorgung suchtkranker Menschen und forensische Behandlung modernisieren.

Das Haus 5 am Campus Christian-Doppler-Klinik wurde zur Modernisierung und räumlichen Verbesserung der psychiatrischen Akutversorgung sowie der gerontopsychiatrischen Versorgung abgerissen. Ein Neubau mit 5.100 Quadratmetern Bruttogeschoßfläche wird nun errichtet. Im Erdgeschoß ist die Psychiatrische Zentralambulanz mit Aufnahmestation geplant, im 1. Stock die Gerontopsychiatrische Station mit Zugang zum innenliegenden Demenzgarten und im 2. Obergeschoß die Psychotherapiestation mit Tagesklinik. Zudem wird ein unterirdischer Gang das neue Haus 5 mit dem Haus 3 verbinden, dem Hauptgebäude der Universitätsklinik für Psychiatrie. Mit dem Demenzgarten entsteht ein zusätzlicher, attraktiver Aufenthaltsbereich für gerontopsychiatrische Patient:innen. "Insgesamt wird die Qualität der Versorgung durch diesen attraktiven Neubau exponentiell verbessert", so Professor Wolfgang Aichhorn, Vorstand der Universitätsklinik für Psychiatrie. Voraussichtlich im August 2024 ist Baustart für das neue Gebäude. 

"Die Unterbringungsmöglichkeiten der Division für Forensische Psychiatrie entsprechen nicht mehr den klinischen Anforderungen und die Strukturen der Forensik insgesamt haben die Kapazitätsgrenze erreicht. Darum hat das Land diesen Neubau genehmigt", erklärt Klaus Offner, Wirtschaftsdirektor des Universitätsklinikums. Die Division für Forensische Psychiatrie umfasst drei therapeutische Funktionsbereiche: die Station, die Tagesklinik und die Ambulanz. Die Anzahl der Betten in der Station wird im Neubau von 15 auf 20 erhöht. Der Ambulanzbereich wird Platz für mindestens 10 Personen bieten, die Tagesklinik ist für sechs Patient:innen ausgelegt. Baubeginn ist Ende 2024, die Fertigstellung für Ende 2026 geplant.

Bislang sind die Einrichtungen zur Betreuung und Behandlung suchtkranker Menschen auf mehrere Standorte in der Stadt Salzburg aufgeteilt. Mit dem Suchthilfezentrum soll es laut Aichhorn in Zukunft ein kompaktes Angebot geben. Die Bündelung umfasst die Akutversorgung, also qualifizierte Entzüge in der Suchttherapiestation, sowie die weiterführenden Angebote und therapeutischen Behandlungen durch den Verein Suchthilfe, um Rückfälle zu verhindern. In der ersten Jahreshälfte 2025 soll das neue Suchthilfezentrum in Betrieb gehen. 

Da der Bedarf an psychiatrischer Versorgung laufend steigt, gilt es, auch die ambulante Versorgung zu erweitern. Hier setzt die Integrierte Versorgung Salzburg (IVS) an – ein österreichweites Vorzeigeprojekt, bei dem Menschen mit psychischen Erkrankungen von Spezialist:innen des Universitätsklinikums ambulant zu Hause betreut werden. Im Bereich der Gerontopsychiatrie ist die Integrierte Versorgung seit einem Jahr im Einsatz und soll nun weiter ausgebaut werden.