In der globalen Phase-III-Studie INTerpath-001 führte die adjuvante Behandlung mit der individualisierten Neoantigen-Therapie Intismeran autogene (V940/mRNA-4157) in Kombination mit Pembrolizumab zu statistisch signifikanten und klinisch relevanten Verbesserungen des rezidivfreien Überlebens (RFS) sowie des fernmetastasenfreien Überlebens (DMFS) gegenüber einer Pembrolizumab-Monotherapie bei Patienten mit vollständig reseziertem Melanom im Stadium IIB-IV.
INTerpath-001 ist eine randomisierte, doppelblinde, placebo- und aktivkontrollierte globale Phase-III-Studie. Insgesamt wurden 1.137 Patienten mit vollständig reseziertem Hochrisiko-Melanom der Stadien IIB-IV im Verhältnis 2:1 randomisiert. Die Patienten erhielten entweder Intismeran autogene (1 mg alle drei Wochen für bis zu neun Applikationen) plus Pembrolizumab (400 mg alle sechs Wochen für bis zu neun Zyklen beziehungsweise etwa ein Jahr) oder Pembrolizumab allein. Die Behandlung erfolgte bis zu einem Rezidiv, einer nicht akzeptablen Toxizität oder für maximal etwa 56 Wochen.
Intismeran autogene ist eine mRNA-basierte individualisierte Neoantigen-Therapie (INT), die auf Grundlage der tumorspezifischen Mutationssignatur eines Patienten hergestellt wird. Nach Sequenzierung einer Tumorprobe werden patientenspezifische Neoantigene identifiziert, um eine gezielte antitumorale Immunantwort zu induzieren. Jede individuell gefertigte Vakzine enthält eine synthetische mRNA, die für bis zu 34 Neoantigene kodiert. Nach der Verabreichung werden diese Neoantigene exprimiert und dem Immunsystem präsentiert, wodurch tumorspezifische T-Zell-Antworten ausgelöst werden sollen.
Bei einer präspezifizierten Interimsanalyse zeigte die Kombination aus Intismeran autogene und Pembrolizumab gegenüber Pembrolizumab allein eine statistisch signifikante und klinisch relevante Verbesserung von RFS und DMFS bei Patienten mit vollständig reseziertem kutanem Melanom der Stadien IIB, IIC, III oder IV, die zuvor keine systemische Therapie erhalten hatten. Die Studie wird entsprechend dem Protokoll fortgeführt, um weitere wichtige sekundäre Endpunkte, insbesondere das Gesamtüberleben (OS), zu untersuchen.
Die aktuellen Phase-III-Ergebnisse bauen auf den Daten der Phase-IIb-Studie KEYNOTE-942/mRNA-4157-P201 auf. In der Fünfjahresnachbeobachtung war die Kombination von Intismeran autogene und Pembrolizumab im Vergleich zur Pembrolizumab-Monotherapie mit einer 49 % Reduktion des Risikos für Rezidiv oder Tod sowie einer 59 % Reduktion des Risikos für Fernmetastasierung oder Tod assoziiert.
Das Sicherheitsprofil der Kombination entsprach den bisherigen Erfahrungen aus früheren Studien. Neue Sicherheitssignale wurden nicht beobachtet. Die detaillierten Ergebnisse von INTerpath-001 sollen auf demnächst auf einem internationalen Fachkongress vorgestellt und auch mit den Zulassungsbehörden diskutiert werden.