Alopecia areata (AA) ist eine chronische, immunvermittelte Krankheit, die durch einen akut oder auch chronisch rezidivierenden Haarausfall gekennzeichnet ist, der von kleinen, umschriebenen haarlosen Arealen auf der Kopfhaut bis zum vollständigen Verlust der Kopf und Körperhaare reicht. Die Prävalenz der AA liegt bei etwa 0,2 %, und häufig tritt die Erkrankung bereits im Kindes- und Jugendalter auf.
Der sichtbare Haarverlust führt zu kosmetischen und funktionellen Einschränkungen und oftmals auch zu einer nicht zu unterschätzenden enormen emotionalen und psychosozialen Belastung.
Bislang fehlten evidenzbasierte diagnostische und therapeutische Empfehlungen für die verschiedenen Formen der Alopecia areata. Die neue Leitlinie enthält 80 Empfehlungen und sechs Statements. Sie betreffen neben der Diagnostik und der topischen und systemischen Therapie spezielle Angebote zur psychologischen Unterstützung und kosmetische Angebote.
Außerdem enthält die Leitlinie ein Kapitel zu Wirkstoffen die sich bei der Behandlung der Alopecia areata als wirkungslos herausgestellt haben. Es werden unter anderem die Wirkstoffe Dapson, Etanercept und Alefacept genannt. Auch zu Verfahren wie Microneedling, Kryotherapie, intraläsionale Vitamin-D-Injektion, Aromatherapie und anderen fehlen laut der Leitlinie ausreichende Belege für eine Wirksamkeit.