Mpox (ehemals Affenpocken) ist eine durch das Monkeypox-Virus (MPXV) verursachte Viruserkrankung. Klinisch ähnelt die Erkrankung den klassischen Pocken, verläuft jedoch in der Regel deutlich milder. Zu Beginn treten typischerweise hohes Fieber, starke Kopfschmerzen, Halsschmerzen, Husten, Unwohlsein, gelegentlich Durchfall. Im weiteren Verlauf entwickelt sich ein pockenähnliches Exanthem.
Es werden zwei Hauptkladen unterschieden. Die Klade I ist mit einer höheren Virulenz und Letalität assoziiert und wird durch engen körperlichen Kontakt, Kontakt mit infektiösem Material sowie bei längerem face-to-face-Kontakt über respiratorische Sekrete übertragen. Die Klade II (westafrikanische Klade, einschließlich IIb), die beim europäischen Ausbruch 2022 dominierte, weist eine geringere Letalität auf. Die Übertragung erfolgt ebenfalls durch engen körperlichen Kontakt, insbesondere im Rahmen sexueller Kontakte
Mpox ist in Österreich seit 2022 meldepflichtig. Seit Einführung der Meldepflicht wurden insgesamt 390 Fälle registriert. Nach einem deutlichen Rückgang der Fallzahlen in den Jahren nach dem Ausbruch 2022 wurden im laufenden Jahr bisher drei Fälle gemeldet. Seit dem größeren Ausbruch in Europa im Jahr 2022 war bisher in Österreich ausschließlich die Klade II nachgewiesen worden. Zwei der neuen Fälle wurden jetzt als Klade Ib klassifiziert.
In Österreich sind zwei Impfstoffe gegen Mpox erhältlich, u.a. auch als postexpositionelle Prophylaxe (PEP).