Seit dem Jahr 2017 kürt die HMPPA jährlich die österreichische Arzneipflanze des Jahres. Es wurden bereits die Artischocke (2025), der Safran (2024), der Rosenwurz (2023), der Gelbe Enzian (2022), die Mariendistel (2021), der Lavendel (2020), das Edelweiß (2019), das Cannabis (2018) und das Mutterkraut (2017) ausgezeichnet. Die Auswahl der Arzneipflanze 2026 erfolgte nach festgelegten Kriterien. Univ.-Prof. i.R. Mag. Dr. Hermann Stuppner listet hierbei den Bezug zu Österreich, die wissenschaftliche Aktualität, die Bedeutung in Medizin und Pharmazie, die wirtschaftliche Relevanz, neue mögliche Indikationsgebiete sowie aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Qualität und Kultivierung auf. Unter Berücksichtigung dieser Kriterien entschied sich die HMPPA für den Hopfen als Österreichische Arzneipflanze des Jahres 2026.
Zunächst eine erfreuliche Nachricht für ein Land, das sich in Sachen Bierkonsum im weltweiten Spitzenfeld befindet. Wenn man jedoch das volle Potential der Arzneipflanze 2026 entfalten möchte, sind andere Darreichungsformen deutlich besser geeignet. Zwar sind gesundheitlich förderliche Stoffe im Hopfen, aber die Konzentration im Bier ist gering und variiert stark je nach Biersorte. Sie reichen also nicht aus, um eine therapeutische Wirkung zu erzielen oder den negativen Effekt des Alkoholgehalts zu konterkarieren.