Seine Gefährlichkeit liegt in seiner besonderen Struktur: Die Fasern in der Umgebungsluft sind mikroskopisch klein, geruchlos und verbleiben lebenslang in der Lunge. Viele Asbeststeinbrüche sind längst stillgelegt, doch das Material kann viel länger Gesundheitsrisiken bergen. In Europa ist Asbest nach wie vor die häufigste Ursache berufsbedingter Krebstodesfälle – vor allem infolge von Lungenkarzinomen und Mesotheliomen. Aktuelle Diskussionen, etwa über eine massive Asbestbelastung für die Allgemeinbevölkerung sowohl in einigen Teilen Österreichs, wie Burgenland, Niederösterreich und Wien, als auch in Ungarn, zeigen: Das Thema ist keineswegs abgeschlossen, sondern weiterhin relevant – selbst außerhalb klassischer Berufsfelder.
Asbest ist kein Problem der Vergangenheit
Asbest galt früher als "Wunderfaser": hitzebeständig, robust und günstig. Erst spät wurde sein erhebliches Risiko für den Menschen erkannt, bei dem er Lungenkrankheiten und Tumoren hervorrufen kann.
Autor:in
Assoz. Prof.in PDin DDr.in Daniela Haluza, MSc (Fachärztin für Klinische Mikrobiologie und Hygiene, Public-Health-Expertin und Umweltmedizinerin an der Medizinischen Universität Wien, Zentrum für Public Health, Abteilung für Umwelthygiene und Umweltmedizin.)
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