Hausärzt:in 03/2026
Ärzt:in Assistenz 2025

Vorsorgeempfehlungen zur Behandlung des Schlaganfalls

Im Auftrag der Bundes-Zielsteuerungskommission wurde ein Qualitätsstandard für die integrierte Versorgung von Patient:innen mit Schlaganfall entwickelt. Dieser umfasst alle Versorgungsphasen, vom akuten Notfallmanagement über die stationäre Behandlung bis hin zur weiterführenden Betreuung und Sekundärprävention.

In Österreich stellt der Schlaganfall nach Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen die dritthäufigste Todesursache dar und ist zudem eine der häufigsten Ursachen für bleibende Behinderungen.

Der Qualitätsstandard Schlaganfall zielt auf die Optimierung der Versorgung von Schlaganfallpatient:innen ab. Im Mittelpunkt stehen dabei Patient:innenorientierung, sektorenübergreifende Kontinuität sowie die Anwendung evidenzbasierter medizinischer, therapeutischer und pflegerischer Maßnahmen.

Die Empfehlungen umfassen folgende Bereiche:

Rahmenbedingungen und Strukturen

  • Koordination und Steuerung der Versorgung
  • Etablierung eines bundesweit integrierten Versorgungspfades
  • Aufbau und Weiterentwicklung regionaler Schlaganfallnetzwerke
  • Digitalisierung sowie standardisierte Datendokumentation und -bereitstellung

Gesundheitskompetenz und Notfallmanagement

  • Förderung der Bewusstseinsbildung und Gesundheitskompetenz in der Bevölkerung
  • Standardisierte Abläufe entlang der Rettungskette
  • Aviso durch Rettungsorganisationen an aufnehmende Einrichtungen

Versorgung im Krankenhaus

  • Standardisierte krankenhausinterne Behandlungsabläufe
  • Frühzeitiges, standardisiertes Dysphagie-Screening
  • Strukturiertes Management des Post-Stroke-Delirs
  • Organisation und Planung der Rehabilitation sowie der weiterführenden Versorgung im Sinne eines strukturierten Entlassungsmanagements

Rehabilitation, Nachsorge und kontinuierliche Weiterbetreuung

  • Stationäre Rehabilitation
  • Ambulante, wohnortnahe Rehabilitationsangebote
  • Strukturiertes 3-Monats-Assessment
  • Integrierte, wohnortnahe Weiterbetreuung einschließlich Sekundärprävention

Die neuen Empfehlungen finden Sie hier.