In Österreich stellt der Schlaganfall nach Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen die dritthäufigste Todesursache dar und ist zudem eine der häufigsten Ursachen für bleibende Behinderungen.
Der Qualitätsstandard Schlaganfall zielt auf die Optimierung der Versorgung von Schlaganfallpatient:innen ab. Im Mittelpunkt stehen dabei Patient:innenorientierung, sektorenübergreifende Kontinuität sowie die Anwendung evidenzbasierter medizinischer, therapeutischer und pflegerischer Maßnahmen.
Die Empfehlungen umfassen folgende Bereiche:
Rahmenbedingungen und Strukturen
- Koordination und Steuerung der Versorgung
- Etablierung eines bundesweit integrierten Versorgungspfades
- Aufbau und Weiterentwicklung regionaler Schlaganfallnetzwerke
- Digitalisierung sowie standardisierte Datendokumentation und -bereitstellung
Gesundheitskompetenz und Notfallmanagement
- Förderung der Bewusstseinsbildung und Gesundheitskompetenz in der Bevölkerung
- Standardisierte Abläufe entlang der Rettungskette
- Aviso durch Rettungsorganisationen an aufnehmende Einrichtungen
Versorgung im Krankenhaus
- Standardisierte krankenhausinterne Behandlungsabläufe
- Frühzeitiges, standardisiertes Dysphagie-Screening
- Strukturiertes Management des Post-Stroke-Delirs
- Organisation und Planung der Rehabilitation sowie der weiterführenden Versorgung im Sinne eines strukturierten Entlassungsmanagements
Rehabilitation, Nachsorge und kontinuierliche Weiterbetreuung
- Stationäre Rehabilitation
- Ambulante, wohnortnahe Rehabilitationsangebote
- Strukturiertes 3-Monats-Assessment
- Integrierte, wohnortnahe Weiterbetreuung einschließlich Sekundärprävention
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