Risse der Rotatorenmanschette gehören zu den häufigsten Verletzungen des Bewegungsapparats. Trotz moderner Operationstechniken kommt es jedoch häufig zu erneuten Sehnenrissen, da die Heilung der Sehne am Knochen oft unzureichend verläuft.
In einer neuen Studie wurden 80 Patient:innen ohne Osteoporose nach einer Schulteroperation untersucht. Während der Eingriffe erhielt eine Gruppe eine einmalige Infusion mit Zoledronsäure, die Kontrollgruppe ein Placebo.
Sechs Monate nach der Operation zeigten sich deutliche Unterschiede: In der Zoledronsäure-Gruppe traten nur 15 % erneute Sehnenrisse auf, in der Kontrollgruppe waren es 35 %. Zudem verbesserten sich Beweglichkeit, Kraft und Schmerzwerte bei den behandelten Patient:innen erheblich. Auch die Verfettung der Schultermuskulatur, ein wichtiger Indikator für die langfristige Schulterfunktion, war deutlich geringer.
Johannes Grillari, Direktor des LBI Trauma und Studienautor, erklärt: "Die Ergebnisse unserer Studie zeigen, dass eine einmalige Gabe von Zoledronsäure eine sichere, kosteneffektive und praktikable Ergänzung zur Schulteroperation sein kann. Damit eröffnen sich neue Möglichkeiten, die Erfolgsraten einer sehr häufigen orthopädischen Operation deutlich zu verbessern."