Hausärzt:in 7-8/2026
Ärzt:in Assistenz 2026

Wie Ordinationsassistenz Vertrauen und Versorgung stärkt

Sexuelle Gesundheit umfasst den Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen (STI) und die Möglichkeit, Entscheidungen im Hinblick auf die eigene Sexualität zu treffen.
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Sexuelle Gesundheit umfasst damit mehr als den Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen oder einer ungewollten Schwangerschaft. Sie schließt körperliches, psychisches und soziales Wohlbefinden, Selbstbestimmung, Information und den Schutz vor Diskriminierung, Zwang und Gewalt ein. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) versteht sexuelle Gesundheit als wichtigen Bestandteil der allgemeinen Gesundheit und als Menschenrecht.
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Medizinische Expertise

Für Ordinationsassistent:innen kann das Thema in nahezu jeder Ordination relevant werden – etwa in der Allgemeinmedizin, Gynäkologie, Urologie, Dermatologie oder Pädiatrie. Patient:innen sprechen nicht immer direkt über Verhütung, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder eine mögliche Infektion. Häufig nennen sie zunächst unspezifische Beschwerden oder bitten lediglich um einen "Kontrolltermin". Ein wertschätzender und diskreter Erstkontakt kann entscheidend sein, damit ein sensibles Anliegen tatsächlich zur Sprache kommt.

Das Ansprechen von sexueller Gesundheit kann Patient:innen vor Herzinfarkt und Schlaganfall schützen und auch zur Diagnose endokrinen Tumoren beitragen. Die sexuelle Funktion ist, wie Schlaf, Harn- und Stuhlgang, eine Teilfunktion des vegetativen Nervensystems und sollte daher Teil der Anamnese sein.