Hausärzt:in 6/2026
Ärzt:in Assistenz 2025

Wie neue Technologien Ordinationsassistent:innen entlasten können

Digitalisierung soll Menschen nicht ersetzen, sondern ihnen den Rücken freihalten.
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Wenn wir an digitale Medizin denken, sehen wir vielleicht bereits einen Bodyscanner vor uns, der Patient:innen scannt und sofort erkennt, welches gesundheitliche Problem vorliegt. Daneben sehe ich aber weiterhin eine kompetente Assistent:in, die eine Patient:in willkommen heißt, Unsicherheiten wahrnimmt, Fragen beantwortet und Orientierung gibt. Denn Digitalisierung soll Menschen nicht ersetzen, sondern ihnen den Rücken freihalten.
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In der modernen medizinischen Versorgung ist die Digitalisierung längst kein technologischer Selbstzweck mehr, sondern die notwendige Antwort auf ein massiv gestiegenes Arbeitsaufkommen. Der Arbeitsalltag in Ordinationen ist anspruchsvoll: Das Telefon läutet, Befunde müssen zugeordnet, Rezeptanfragen bearbeitet und Termine koordiniert werden. Gleichzeitig warten Patient:innen am Empfang und möchten persönlich betreut werden. Digitale Werkzeuge können viele dieser organisatorischen Aufgaben vereinfachen. Der eigentliche Gewinn sollte jedoch nicht darin bestehen, die frei gewordene Zeit sofort mit noch mehr Terminen zu füllen. Digitalisierung ist dann erfolgreich, wenn sie auch mehr Ruhe, Qualität und persönliche Zuwendung ermöglicht.

Die österreichische Gesundheitsversorgung folgt dem Leitgedanken der eHealth-Strategie: "Digital vor ambulant vor stationär." Digitale Angebote sollen Patient:innen einen einfachen Zugang zur passenden Versorgung bieten, die ambulante Betreuung unterstützen und stationäre Aufenthalte dort vermeiden, wo sie medizinisch nicht erforderlich sind. Ordinationsassistent:innen könnten dabei eine wichtige Lots:innenfunktion übernehmen: Sie unterstützen Patient:innen bei der Nutzung digitaler Angebote und erkennen gleichzeitig, wann ein persönliches Gespräch oder eine rasche medizinische Abklärung notwendig ist.