Hausärzt:in 6/2026
Ärzt:in Assistenz 2025

Vulvovaginale Candidose im Praxisalltag

Vagina-förmiges Bild aus Wasserfarben
Mikrobiom im Fokus: Einfluss der Intimpflege auf Entstehung und Verlauf
© tina bits / stock.adobe.com
Die vulvovaginale Candidose (VVC) ist eine der häufigsten Ursachen vulvovaginaler Beschwerden. Bis zu 75 % aller Frauen sind im Laufe ihres Lebens mindestens einmal von einer symptomatischen Infektion betroffen.
Inhaltsverzeichnis

5–10 % entwickeln eine rezidivierende vulvovaginale Candidose (RVVC). Verursacht wird die Erkrankung überwiegend durch Candida albicans, es werden jedoch auch zunehmend non-albicans-Spezies nachgewiesen.1

Ein zentraler Faktor für Pathogenese und Prävention ist das vaginale Mikrobiom. Eine gesunde Vaginalflora wird von Laktobazillen dominiert, die durch Milchsäureproduktion ein saures Milieu schaffen und dadurch die Kolonisation von Pathogenen hemmen. Candida- Spezies sind ebenfalls Teil der physiologischen Flora, bei Dysbiose führen sie allerdings zu Symptomen. Risikofaktoren wie Antibiotikatherapie, hormonelle Schwankungen (beispielsweise in der Schwangerschaft) oder Diabetes können diese Dysbalance fördern. 2,3