Hausärzt:in 06/2024

Rheumatologie: Enge Zusammenarbeit mit den Hausärzt:innen notwendig

Die Gesprächspartnerinnen (v. li. n. re): Priv.-Doz.in Dr.in Valerie Nell-Duxneuner, ÖGR-Präsidentin, und Univ.-Prof.in Dr.in Helga Lechner-Radner, Leiterin der Sektion Wissenschaft.
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Im Vorfeld der Jahrestagung der europäischen Rheumatologie-Gesellschaft (EULAR) in Wien baten wir die Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Rheumatologie und Rehabilitation, Doz.in Valerie Nell-Duxneuner, sowie die Leiterin der Sektion Wissenschaft, Prof.in Helga Lechner-Radner, zum Exklusivinterview.

HAUSÄRZT:IN: Was läuft gut in den Ordinationen rund um die Versorgung von Rheumapatient:innen und wo gibt es Verbesserungsbedarf?

Präs.in NELL-DUXNEUNER: Wir müssen Rheuma früh therapieren und müssen es daher früh erkennen. Und das ist oftmals schwierig! Die Symptome sind am Anfang oft unspezifisch, daher ist es umso wichtiger, dass die niedergelassenen Kolleg:innen, wenn sie an entzündliches Rheuma denken, ihre Patient:innen bei Verdacht an Fachärzt:innen für Rheumatologie überweisen.

Unsere Aufgabe als wissenschaftliche Fachgesellschaft und die der Universitäten ist es, einen Fokus auf Information und Awareness zu legen. Schon im Medizinstudium sollte die Rheumatologie eine wichtigere Rolle einnehmen. Aber auch später im Praxisalltag gilt es, die niedergelassene Kolleg:innenschaft regelmäßig über Neuerungen im Fach zu informieren sowie ihr zu vermitteln, welche Patient:innen zwecks der Früherkennung Expert:innen zugewiesen werden sollten.