Hausärzt:in 06/2024

ÖÄK fordert mehr Investition in ambulante Versorgung

Harald Mayer, Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer fordert mehr Investitionen in den niedergelassenen Bereich, nachdem ÖGK-Obmann Andreas Huss mehr Primärversorgungszentren in Ballungsräumen bis 2030 skizziert. 

Die Vision von ÖGK-Obmann Andreas Huss, dass die Gesundheitsversorgung im niedergelassenen Bereich bis 2030 in Ballungsräumen mehrheitlich in Primärversorgungseinheiten (PVE) stattfinden sollte, kommentierte Harald Mayer, Vizepräsident der ÖÄK und Bundeskurienobmann der angestellten Ärzte: "Dieser Ausbau der PVE-Landschaft in Österreich ist nur dann sinnvoll für die dringend nötige Entlastung der Spitäler, wenn sie mit einer 24/7-Versorgung einhergeht. Nur dann – und gekoppelt mit einer verbindlichen Lenkung der Patient:innenströme – können wir verhindern, dass auch künftig zu jeder Uhrzeit, und insbesondere nachts und an den Wochenenden, unsere Spitalsambulanzen von Patient:innen aufgesucht werden, die auch beim niedergelassenen Ärzt:in optimal behandelt werden könnten."

Die Politik müsse Geld in die Hand nehmen, damit die 24/7-Betreuung in der Gesundheitsversorgung nicht erst 2030 Realität werde. "Nur so kann ein optimales Gleichgewicht zwischen extra- und intramuralem Bereich geschaffen werden."