Hausärzt:in 03/2026
Ärzt:in Assistenz 2025

FSME-Impfung: Schutz bleibt unverzichtbar

Prof.in Priv.-Doz.in Dr.in Judith Aberle, Zentrum für Virologie, MedUni Wien; Priv.-Doz. Dr. Georg Duscher, Zeckenforscher bei der AGES-Tiergesundheit; Priv.-Doz.in Mag.a Dr.in Maria Paulke-Korinek, PhD, DTM, Leiterin Abteilung für Impfwesen, BMASGPK; Dr. Albrecht Prieler, Kinderarzt und Impfreferent der Ärztekammer Burgenland; Mag.a Renée Gallo-Daniel, Österreichischer Verband der Impfstoffhersteller (v.l.n.r.).
© Uta Müller-Carstanjen / FINE FACTS
Die FSME-Impfung gilt seit ihrer Einführung 1976 als eine der größten Erfolgsgeschichten der Prävention in Österreich. Im Rahmen einer Pressekonferenz am 25. März in Wien sprachen Expert:innen über die Wichtigkeit der Impfung und der regelmäßigen Auffrischungen.
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Studien zeigen, dass durch die FSME-Schutzimpfung mehr als 10.000 Hospitalisierungen, rund 4.000 schwere Krankheitsverläufe und etwa 80 Todesfälle verhindert werden konnten. "Ohne Impfung hätten fast fünfmal so viele Menschen im Spital behandelt werden müssen", betont die Virologin Prof.in Priv.-Doz.in Dr.in Judith Aberle von der MedUni Wien. Dennoch sinken seit einigen Jahren die Durchimpfungsraten und vor allem die Auffrischungen werden häufig vernachlässigt.

Das Infektionsrisiko besteht weiterhin unverändert, da FSME durch Zecken übertragen wird und nicht von Mensch zu Mensch. "Ungeimpfte Personen können sich noch heute – genau wie vor Einführung der FSME-Impfung – durch einen Zeckenstich infizieren", erklärt AGES-Zeckenforscher Priv.-Doz. Dr. Georg Duscher. Gleichzeitig führen Klimaveränderungen dazu, dass Zecken länger aktiv sind und zunehmend auch in den Wintermonaten auftreten. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, ganzjährig gestochen zu werden.