Hausärzt:in 03/2026
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DFP Literatur

DFP-Praxiswissen: Nahrungsergänzungsmittel

ein Profil einer Frau auf die viele Tabletten zukommen
Nutzen, Risiken und wissenschaftliche Erkenntnisse.
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Im § 3 Ziffer 4 des LMSVG (Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz), BGBI. I Nr. 13/2006 idgF. wird der Begriff "Nahrungsergänzungsmittel" (NEM) wie folgt definiert: "Lebensmittel, die dazu bestimmt sind, die normale Ernährung zu ergänzen, und die aus Einfach- oder Mehrfachkonzentraten von Nährstoffen oder sonstigen Stoffen mit ernährungsspezifischer oder physiologischer Wirkung bestehen und in dosierter Form in den Verkehr gebracht werden, d. h. in Form von z. B. Kapseln, Pastillen, Tabletten, Pillen, Pulverbeuteln, Flüssigampullen, Flaschen mit Tropfeinsätzen und ähnlichen Darreichungsformen von Flüssigkeiten und Pulvern zur Aufnahme in abgemessenen kleinen Mengen."
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Inhaltsverzeichnis
Autor:innen
Kurt Widhalm

Univ.-Prof. Dr. Kurt Widhalm (Facharzt für Humangenetik, Kinder- und Jugend­heil­kunde, Medizinische und Chemische Labordiagnostik, Präsident des Österreichischen Akademischen Institutes für Ernährungsmedizin)

www.oeaie.org

Karin  Fallmann

Mag.a Karin Fallmann (Ernährungswissenschaftlerin, wissenschaftliche Mitarbeiterin am ÖAIE, Wien)

Der Markt für Nahrungsergänzungsmittel ist ein Milliardengeschäft. Werbeaussagen wie "Stärkt das Immunsystem", "Hält jung und fit", "Fördert die Leistungsfähigkeit" oder "Schützt die Zellen vor oxidativem Stress" verleiten viele Menschen dazu, große Summen für Tabletten auszugeben, deren Nutzen wissenschaftlich oft nicht belegt ist.