Hausärzt:in 03/2026
Ärzt:in Assistenz 2025

Tecovirimat bei Mpox: Aktuelle Empfehlungen

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) empfiehlt, Tecovirimat zukünftig nicht mehr zur Behandlung von Mpox einzusetzen.

Die antivirale Therapie mit Tecovirimat galt lange als vielversprechende Behandlungsoption bei Mpox. Aktuelle randomisierte klinische Studien (PALM007, STOMP, UNITY, PLATINUM-UK) zeigen jedoch keinen klinisch relevanten Nutzen bei Patient:innen mit bestehenden Hautläsionen. Weder konnte eine Beschleunigung der Läsionsheilung im Vergleich zu Placebo nachgewiesen werden, noch zeigten sich Vorteile hinsichtlich Schmerzreduktion oder Eliminierung des Virus.

Vor diesem Hintergrund wird Tecovirimat von der EMA derzeit nicht mehr zur Behandlung von Mpox empfohlen. Diese Einschränkung betrifft ausschließlich die Indikation Mpox. Die zugelassenen Anwendungsgebiete, einschließlich der Behandlung von Pocken, Kuhpocken sowie von Komplikationen nach Pockenimpfung, bleiben unverändert bestehen.

Mpox ist eine virale Erkrankung, die typischerweise mit Fieber, Lymphadenopathie und Myalgien beginnt, gefolgt von einem charakteristischen, schmerzhaften Exanthem mit vesikulären bis pustulösen Läsionen. Der klinische Verlauf ist meist mild, jedoch sind schwere Verläufe insbesondere bei Kindern, Schwangeren und immunsupprimierten Patient:innen möglich.

Zur epidemiologischen Situation: In Österreich wurden im Jahr 2026 bislang sieben Fälle gemeldet, darunter auch Infektionen mit der Klade Ib. Zuvor dominierte die Klade IIb.

Derzeit ist in der Europäischen Union kein spezifisches Arzneimittel zur Behandlung von Mpox zugelassen. Patient:innen, die bereits eine Therapie mit Tecovirimat begonnen haben, können diese fortführen.