Hausärzt:in 01/2026
Ärzt:in Assistenz 2025

SARS-CoV-2: Viral Rebound unter Virostatika

Eine neue Analyse untersuchte das Rebound-Phänomen nach einer SARS-CoV-2 Infektion, die mit Virostatika behandelt wurde. 

Das Rebound-Phänomen hatte während der COVID-19 Pandemie für Schlagzeilen gesorgt, nachdem bekannte Persönlichkeiten, wie das Präsidenten-Ehepaar Biden, nach der Behandlung mit Nirmatrelvir/Ritonavir einen Rückfall der Infektion mit SARS-CoV-2 erlitten hatten.

Ein US-Team hat jetzt Studien analysiert, an denen Personen mit einer symptomatischen Infektion teilgenommen haben. Ein Teil von ihnen erhielt eine Therapie mit Nirmatrelvir/Ritonavir. Alle Teilnehmer:innen führten in den ersten 14 Tagen täglich einen Nasenabstrich durch, der auf SARS-CoV-2 untersucht wurde. 

Zu einem Viral-Rebound, definiert als erneuter Nachweis von SARS-CoV-2 nach 2 negativen Testtagen, kam es bei 27 % der Teilnehmenden. Betroffen waren allerdings nicht nur 32 % der mit Virostatika behandelten Patient:innen, sondern auch 24 % der unbehandelten Personen. Eine kürzlich erfolgte SARS-CoV-2-Infektion oder eine COVID-19-Impfung waren ebenfalls mit einem häufigeren Rebound verbunden.

Die Behandlung mit Virostatika kann eine Infektion mit SARS-CoV-2 um mehrere Tage verkürzen. Nach dem Ende der Behandlung ist das Risiko eines Viralen-Rebounds aber höher. Diese Risiken und Vorteile sollten Patient:innen mit hohem Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf klar kommuniziert werden, um eine fundierte Entscheidung über den Einsatz oraler antiviraler Therapien zu treffen.