Hausärzt:in 03/2026
Ärzt:in Assistenz 2025

Robert Öllinger übernimmt Professur für Chirurgie mit Schwerpunkt Transplantation

Mit 1. April 2026 übernimmt Prof. Dr. Robert Öllinger die Professur für Chirurgie mit Schwerpunkt Transplantation an der MedUni Wien. Zudem übernimmt er die Leitung der Klinischen Abteilung für Transplantation an der Universitätsklinik für Allgemeinchirurgie der MedUni Wien und AKH Wien.

Zuletzt war Robert Öllinger Leiter der Transplantationschirurgie sowie des Europäischen Metastasenzentrums an der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Damit bringt er 25-jährige Expertise in der Organtransplantation bei Erwachsenen und Kindern sowie ausgewiesene Erfahrung in der Resektion komplexer (Leber-)Tumoren und Metastasen mit nach Wien. Der Chirurg setzt insbesondere auf minimalinvasive, robotisch assistierte Verfahren, etwa in der Lebendorganspende, der Nierentransplantation sowie in der Leberchirurgie. 

Zudem engagiert sich Öllinger für Transparenz und Aufklärung rund um das Thema Organspende und ist in mehreren nationalen und internationalen Organisationen und Fachgesellschaften aktiv, darunter Eurotransplant, die Bundesärztekammer und die Deutsche Stiftung Organtransplantation.

In der Forschung möchte er sich auf drei Themen konzentrieren: die interdisziplinäre Behandlung onkologisch erkrankter Patient:innen mit der Option einer Lebertransplantation, den Ausbau der maschinellen Perfusion von Spenderorganen mit besonderem Augenmerk auf Evaluation und Verbesserung der Organqualität sowie die Weiterentwicklung von T-Zelltherapien als mögliche Alternative zur derzeit unverzichtbaren, aber nebenwirkungsreichen Immunsuppression.

In der medizinischen Versorgung möchte er auf den Ausbau des Transplantationsprogramms, der Etablierung der pädiatrischen Transplantation, der engen Zusammenarbeit mit der Viszeral-, Gefäß-, Herz- und Thoraxchirurgie sowie der maschinenperfusionsgestützten "erweiterten Leberchirurgie" besonderes Augenmerk setzen.

Robert Öllinger studierte Humanmedizin an der Med Uni Innsbruck und promovierte im Jahr 2000. Seine chirurgische Ausbildung absolvierte er an der Med Uni Innsbruck. 2002/2003 folgte ein Forschungsaufenthalt an der Harvard Medical School in Boston. 2007 schloss er seine Facharztausbildung ab, 2008 habilitierte er sich. Von 2009 bis 2014 leitete Öllinger die Transplantations- und hepatobiliäre Chirurgie an der Med Uni Innsbruck. 2014 absolvierte er einen MBA in Internationalem Krankenhausmanagement und wechselte anschließend an die chirurgische Klinik der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Dort leitete er die Transplantationschirurgie, gründete 2016 das "Europäische Metastasenzentrum der Charité" und übernahm 2020 zusätzlich die Sarkomchirurgie. 2018 erhielt er den Ruf auf die Professur für Spezielle und Rekonstruktive Viszeralchirurgie.