Hausärzt:in 03/2026
Ärzt:in Assistenz 2025

Neues CD-Labor zur Entwicklung innovativer Therapien gegen Lungenkrebs eröffnet

Ein neues Christian-Doppler-Labor an der MedUni Graz nimmt den Kampf gegen Lungenkrebs auf: Forschende wollen innovative Strategien entwickeln, um Krebszellen gezielt in den immunogenen Zelltod zu treiben – und damit bestehende Therapien wirksamer zu machen.

Trotz bedeutender Fortschritte in den vergangenen Jahren ist Lungenkrebs nach wie vor die häufigste Ursache krebsbedingter Todesfälle. Vor diesem Hintergrund und dem dringenden Bedarf an innovativen Therapieansätzen wird an der MedUni Graz ein neues Christian-Doppler-Labor eingerichtet. Dieses wird vom Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET) gemeinsam mit dem Industriepartner Boehringer Ingelheim finanziert und von Ass.-Prof. Priv.-Doz. Dr.rer.nat. Michael Dengler sowie Univ.-Prof. Dr.med. Philipp Jost geleitet.

Das auf sieben Jahre angelegte Forschungsprogramm konzentriert sich auf die Entwicklung neuer Behandlungsstrategien für das nicht-kleinzellige Lungenkarzinom (NSCLC). Bei dieser häufigen Form von Lungenkrebs zeigen zielgerichtete Therapien und Immuntherapien oft nur vorübergehend Wirkung, und Rückfälle treten häufig auf – verbunden mit einer geringen Überlebenschance. Um neue Therapien gezielt entwickeln zu können, ist ein tiefergehendes Verständnis der inneren Prozesse in Krebszellen entscheidend. Hier setzt die Forschung an, es sollen die biologischen Mechanismen untersucht werden, die bestimmen, wie und wann Lungenkrebszellen absterben. 

Dieses Wissen kann dann genutzt werden, um innovative Wege zu finden, um den immunogenen Zelltod gezielt auszulösen. Dieser aktiviert das Immunsystem, sodass Krebszellen besser erkannt und effektiver bekämpft werden können. Auf diese Weise könnten bestehende Krebstherapien deutlich verbessert werden.