Hausärzt:in 6/2026
Ärzt:in Assistenz 2025

Neu seit 1. August 2026: PROLIA® in der grünen Box

Mit der Aufnahme von Denosumab (Prolia®) in die Grüne Box per 1. August 2026 steht für Patient:innen mit Osteoporose in Österreich eine langjährig etablierte, erstattungsfähige Therapieoption zur Verfügung. Die Listung erfolgt mit dem Kassenzeichen IND für Patient:innen mit hohem 10-Jahres-Frakturrisiko gemäß FRAX oder nach osteoporotischer Fraktur, sofern eine Therapie mit zur Osteoporosebehandlung zugelassenen Bisphosphonaten nicht angezeigt ist.

Denosumab (Prolia®) ist seit mehr als 15 Jahren ein etablierter Bestandteil der Osteoporosetherapie. Als humaner monoklonaler Antikörper bindet Denosumab spezifisch an den Receptor Activator of Nuclear Factor Kappa-B Ligand (RANKL) und hemmt dadurch die Bildung, Funktion und das Überleben von Osteoklasten. Die Therapie wird in Form einer subkutanen Injektion alle sechs Monate verabreicht.

Es wird zur Reduktion des Frakturrisikos bei postmenopausalen Frauen mit Osteoporose sowie in weiteren definierten Risikopopulationen eingesetzt. Langzeitdaten zeigen eine kontinuierliche Zunahme der Knochenmineraldichte über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren sowie eine anhaltende Reduktion des Frakturrisikos. Darüber hinaus zeichnet sich Denosumab durch seine Wirkung auf trabekulären und kortikalen Knochen sowie einen raschen und ausgeprägten antiresorptiven Effekt aus. 1

Die epidemiologische Bedeutung der Osteoporose in Österreich bleibt unverändert hoch. Schätzungen zufolge sind rund 370.000 Frauen und 90.000 Männer betroffen. Mit einer Prävalenz von 22,2 % bei Frauen und 6,5 % bei Männern liegt Österreich im oberen Drittel der EU-Mitgliedstaaten. Laut dem IOF-Report 2019 kommt es jährlich zu rund 110.000 osteoporosebedingten Frakturen, bis 2034 wird ein Anstieg auf etwa 140.000 Frakturen prognostiziert.2 Gleichzeitig besteht weiterhin eine relevante Versorgungslücke. Im Jahr 2019 erhielten 52 % der Frauen mit hohem Frakturrisiko keine adäquate medikamentöse Osteoporosetherapie.

"Osteoporose erfordert eine langfristig angelegte und verlässliche Therapieplanung. Mit Prolia® steht eine langjährig etablierte Behandlungsoption mit umfassender Evidenz und breiter klinischer Erfahrung zur Verfügung. Die Aufnahme in die Grüne Box unterstützt die Kontinuität der Versorgung und schafft zusätzliche Planungssicherheit für die tägliche klinische Praxis", betont Dr. Dejan Baltic, Medical Director, Amgen Österreich.