Das Christian-Doppler-Labor für Metaflammation in der Peritonealdialyse hat zum Ziel, die wissenschaftliche Grundlage für die Entwicklung innovativer therapeutischer Strategien zu schaffen, um Morbidität und Mortalität von Patient:innen nachhaltig zu senken.
Bei der Peritonealdialyse fungiert das Bauchfell als semipermeable Membran zur Elimination urämischer Toxine sowie überschüssiger Flüssigkeit. Trotz der etablierten klinischen Anwendung ist das Verfahren mit einer hohen Rate an Begleiterkrankungen und einer signifikant erhöhten Mortalität assoziiert.
Ein wesentlicher pathophysiologischer Faktor ist die chronische systemische und lokale Inflammation, die sowohl die Infektanfälligkeit erhöht als auch das kardiovaskuläre Risiko maßgeblich verstärkt. Im Fokus des CD-Labors stehen die unter dem Begriff "Metaflammation" zusammengefassten metabolisch getriggerten inflammatorischen Prozesse im Kontext der Peritonealdialyse. Während diese Mechanismen bei metabolischen Erkrankungen wie Diabetes mellitus und Adipositas bereits umfassend untersucht sind, besteht im Bereich der Peritonealdialyse weiterhin ein erheblicher Forschungsbedarf.
Das bis 2033 angelegte Forschungsprogramm wird in Kooperation mit dem Industriepartner Zytoprotec (Wien), sowie dem Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET) finanziert. Die wissenschaftliche Leitung obliegt Priv.-Doz. Dr.in Rebecca Herzog (Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, MedUni Wien).