"Die Haut ist ein Organ, das uns zu unserer Umwelt abgrenzt und daher mit vielen Stoffen wie UV-Strahlen und Chemikalien in Kontakt kommt und auch immer wieder von Verletzungen und Verbrennungen betroffen ist. Die Haut kann deshalb entzündliche Reaktionen, Allergien, Hautinfektionen und Hauttumorerkrankungen entwickeln. Jeder Mensch ist daher früher oder später von zumindest einem Hautproblem betroffen", erklärt Christian Posch, Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten und Präsidiumsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie.
Und weiter: "Um schwarzen Hautkrebs noch besser bekämpfen zu können, gibt es jetzt auch neue Ansätze, um die Behandlung der Krebserkrankung mithilfe des eigenen Immunsystems weiterzuentwickeln. Basierend auf der mRNA-Technologie werden personalisierte, therapeutische Impfungen entwickelt, die bei einem bestimmten Risikoprofil unterstützend angewandt werden sollen", informiert Posch. So eine mRNA-Impfung sei bei Fällen vorstellbar, in denen das Melanom zwar vollständig entfernt werden konnte, durch die Impfung aber verhindert werden soll, dass die Melanomerkrankung zurückkehrt.
"Wesentlich ist aber nicht nur die Behandlung von schwarzem und weißem Hautkrebs, sondern auch die richtige Hautkrebsvorsorge", hebt Posch hervor. "Die häufigsten Hautkrebserkrankungen sind Keratinozytenkarzinome, die im Volksmund auch 'weißer Hautkrebs' genannt werden. Sie entstehen durch die UV-Schädigung der Oberhaut und treten in unterschiedlicher Form bei fast jedem zweiten Menschen über 60 Jahren auf", so der Mediziner.
Über Therapie- und Präventionsmaßnahmen bei Hautkrebs wird unter anderem beim Kongress der European Academy of Dermatology and Venereology (EADV) diskutiert, der von 30. September bis 3. Oktober im Austria Center Vienna stattfindet.