Hausärzt:in 04/2026
Ärzt:in Assistenz 2025

Cenobamat: Empfehlungen zur Leberüberwachung

Das Pharmacovigilance Risk Assessment Committee informiert über Berichte schwerer arzneimittelinduzierter Leberschädigungen bis hin zum Leberversagen im Zusammenhang mit der Behandlung mit Cenobamat.

Cenobamat ist zugelassen als Zusatztherapie zur Behandlung fokaler epileptischer Anfälle bei erwachsenen Patient:innen, deren Anfälle trotz Therapie mit mindestens zwei Antiepileptika nicht ausreichend kontrolliert sind, einschließlich fokaler Anfälle mit sekundärer Generalisierung.

Im Rahmen der Pharmakovigilanz wurden Fälle schwerer Leberschädigung, teilweise mit Leberversagen, berichtet. Die meisten Fälle traten unter gleichzeitiger Anwendung weiterer Antiepileptika auf. Es wird daher empfohlen, vor Behandlungsbeginn sowie regelmäßig während der Therapie Leberfunktionstests durchzuführen.

Bei klinischen Symptomen, die auf eine mögliche Leberschädigung hinweisen (z. B. Fatigue, Anorexie, rechter Oberbauchschmerz, dunkler Urin oder Ikterus), sind umgehend eine klinische Evaluation sowie Leberfunktionstests einzuleiten.

Bei Verdacht oder Nachweis einer Leberschädigung sollte eine Dosisreduktion oder ein Absetzen von Cenobamat erwogen werden. Ein abruptes Absetzen ist, sofern nicht zwingend erforderlich, zu vermeiden, um das Risiko von Rebound-Anfällen zu minimieren.