Für die neue Analyse wurden Daten aus Fragebögen von 2.000 teilnehmenden Österreicher:innen zu Alkoholgebrauch, depressiven Symptomen, Angstzuständen, Schlafstörungen und Stress genutzt.
Insgesamt wurden 21 % der Teilnehmer:innen positiv auf Alkoholmissbrauch gescreent. Personen mit Verdacht auf Alkoholabhängigkeit gaben auch höhere Werte für Depression, Angst, Stress und Schlaflosigkeit an. Die Netzwerkanalyse zeigt einen starken Zusammenhang zwischen Alkoholmissbrauch und depressiven Symptomen, wobei eher jüngere Personen davon betroffen sind. Signifikante Geschlechterunterschiede wurden dabei nicht festgestellt.
Diese Ergebnisse unterstützen die These der letzten Jahre, dass die meisten Menschen in Österreich trinken, da sie die Wirkung des Alkohols brauchen zur Bewältigung emotionaler Belastungen. Außerdem wird es immer deutlicher, dass Depressionen und Burn-out nicht die Folge einer Alkoholkrankheit sind, sondern dass sie die Ursachen des hohen Alkoholkonsums sind. Ein Teufelskreis, denn Alkohol wirkt depressionsfördernd.