Hausärzt:in 02/2024

1,6 Millionen Förderung im Kampf gegen aggressiven Lymphdrüsenkrebs

Forscher:innen der Medizinischen Universität Graz haben das Projekt "LymphoCheck" ins Leben gerufen, um aggressive Lymphome genauer zu untersuchen und optimale Therapiemaßnahmen zu entwickeln. Das Projekt erhielt eine Förderung von 1,6 Millionen Euro.

In Österreich werden jährlich etwa 1.000 Patient:innen mit aggressivem Lymphdrüsenkrebs, dem Lymphom, diagnostiziert. Bei 30 bis 50 % der Patient:innen verläuft die Erkrankung tödlich. Die Forscher:innen, darunter vier von der Med Uni Graz und Joanneum Research, identifizierten in Voruntersuchungen, dass viele aggressive Lymphome einen immunevasiven Charakter aufweisen. Das bedeutet, dass die entarteten Lymphomzellen der Immunantwort entkommen. Die Forschung konzentriert sich darauf, diese Immunevasion in Bezug auf zwei Tumorsuppressor-Proteine zu entschlüsseln. Die Fragestellung lautet: Wie können Lymphomzellen für eine gezielte Immunantwort erkennbar gemacht werden? Das Projekt kombiniert funktionelle Genomik, tumorimmunologische Methoden und bioinformatische Analysen.

Die Forschungsgruppenförderung des Österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF) unterstützt das interdisziplinäre Team dabei, komplexe Forschungsfragen zu vertiefen. Ziel ist es, neue Erkenntnisse über die Regulation der Immunevasion zu gewinnen und diese therapeutisch zu nutzen, um sowohl neue Therapien zu entwickeln als auch die Wirksamkeit bereits zugelassener Immuntherapien zu verbessern.