Hausärzt:in 05/2026
Ärzt:in Assistenz 2025

Ektope Ablagerung von Fetten in der Leber – was ist zu tun?

Wecker mit einem Blitz davor
Patient:innen-Fragen kompetent beantworten.
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Eine Patientin, 52, mit Diabetes Typ 2 seit ca. 5 Jahren (HbA1c 7,2 %), übergewichtig (BMI 33,4 kg/m2), wurde bei der Ultraschalluntersuchung auf die ektope Ablagerung von Fetten u. a. in der Leber hingewiesen. Sie möchte wissen, inwiefern das gefährlich ist und was sie tun kann. Auch hat sie von den neuen Abnehmspritzen als innovative Behandlungsoption bei Typ2-Diabetes und Übergewicht gehört. Sie erkundigt sich, ob diese für sie in Frage käme und was sie dazu wissen sollte.
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Medizinische Expertise
Alexander Bräuer

OA Dr. Alexander Bräuer (FA für Innere Medizin, Additivfach Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen, 5. Medizinische Abteilung des Wilhelminenspitals/ Klinik Ottakring, Wien)

OA BRÄUER: Auf den ersten Blick lässt sich bei der festgestellten Pathologie eine sogenannte SLD (Steatotic Liver Disease, früher Fettleber), genauer eine MASLD (metabolic dysfunction associated liver disease, früher NAFLD genannt) annehmen. Es kann davon ausgegangen werden, dass ca. 35-55 % der österreichischen Bevölkerung betroffen sind. Bei Patient:innen mit Stoffwechselstörungen (Diabetes mellitus und Adipositas) ist die Prävalenz deutlich höher (70-80 %). Risikofaktoren für das Fortschreiten einer reinen Steatose zu einer höhergradigen Fibrose sind neben Typ 2 Diabetes mellitus: (abdominelle) Adipositas, männliches Geschlecht > 50 Jahre sowie weibliches Geschlecht postmenopausal. Auch ist bekannt, dass eine MASLD mit einem erhöhten Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen (KHK, Schlaganfall) und einem erhöhten Karzinomrisiko assoziiert ist. Bei Fortschreiten der SLD kommt es zu einer zunehmenden Fibrosierung