Die Kontrolle der Blasenfunktion entsteht durch einen komplexen Reifungsprozess, der von einem zunächst rein spinal gesteuerten Reflex hin zu einer willkürlich kontrollierten Miktion führt. Harndrang im Kindesalter stellt dabei überwiegend ein physiologisches Zeichen dieser Entwicklung dar. Erst bei ausgeprägter Symptomatik oder funktionellen Einschränkungen ist eine weiterführende Abklärung erforderlich. Ein differenziertes Verständnis der neurophysiologischen Grundlagen sowie der altersabhängigen Variabilität ist entscheidend für eine angemessene Diagnostik und Therapie.
Grundkenntnisse bezüglich urologischer Katheter und anderer implantierter Kunststoffableitungen spielen eine wichtige Rolle bei der Betreuung von urologischen Patient:innen in der hausärztlichen Praxis.
Das Krankheitsbild des Harnsteinleidens ist vielseitig und hat sich nicht nur aufgrund der minimalinvasiven Operationstechniken in den letzten Jahren in der Therapie, sondern auch in Diagnostik und Prophylaxe verändert.