Der Begriff "Longevity" sei gemäß Prof. Trübel bereits irreführend, da es nicht darum gehe, das Leben beliebig zu verlängern, sondern die gesunden Lebensjahre zu maximieren. Ziel ist es, Krankheitsphasen am Lebensende möglichst zu verkürzen. Im englischen Sprachraum wird dafür eher der Begriff "Healthspan" verwendet.
Rund um das Altern hat sich ein milliardenschwerer Markt entwickelt, der mit immer neuen Angeboten wirbt. Viele davon basieren jedoch auf schwacher oder fehlender wissenschaftlicher Evidenz. Nahrungsergänzungsmittel etwa zeigen in großen Studien bei gesunden Menschen ohne Mangelzustände kaum messbare Effekte auf Krankheiten oder Biomarker. Zwar schaden sie in der Regel nicht, bringen aber auch keinen nachweisbaren Nutzen. Problematisch sei, so Prof. Trübel, vor allem, dass sie ein trügerisches Gefühl vermitteln könnten, bereits ausreichend für die eigene Gesundheit zu tun.