Die Blutgasanalyse liefert wichtige Informationen über den Säure-Basen-Haushalt und die Lungenfunktion. Sie ist besonders bei akuten Beschwerden wie Atemnot, chronischen Lungenerkrankungen oder metabolischen Störungen von großer Bedeutung. Die wichtigsten Parameter dabei sind pH, pCO₂ und pO₂.
Der pH-Wert zeigt an, wie sauer oder basisch das Blut ist. Der Normalbereich liegt zwischen 7,35 und 7,45. Schon geringe Abweichungen können auf schwerwiegende Störungen hinweisen, etwa bei Diabetes (metabolische Azidose) oder Erbrechen (metabolische Alkalose). Ein zu niedriger pH-Wert zeigt eine Übersäuerung (Azidose), ein zu hoher pH-Wert eine Basenüberschusslage (Alkalose).
Das partielle Kohlendioxid (pCO₂) gibt Auskunft darüber, wie viel CO₂ im Blut gelöst ist. Der Wert zeigt, ob die Lunge ausreichend „abatmet“. Ein zu hoher Wert deutet auf eine respiratorische Azidose (etwa bei COPD), ein zu niedriger auf eine Hyperventilation.
Der Sauerstoffpartialdruck (pO₂) zeigt, wie gut das Blut mit Sauerstoff gesättigt ist. Ein niedriger Wert weist auf eine Sauerstoffunterversorgung hin, wie sie bei Lungen- oder Herzproblemen auftreten kann.