Beginnen wir mit einem Klassiker: dem Team-Check statt dem Team-Stress. Viele Praxen funktionieren wie gut geölte Maschinen – bis jemand hustet, der Drucker streikt oder fünf Patient:innen gleichzeitig anrufen. Ein Team-Update alle paar Woche oder ein kurzes, ehrliches "Wie läuft’s gerade wirklich?" -Gespräch wirken oft wie ein Reset-Knopf. Nicht perfekt, aber besser als jeder Feuerwehrmodus, der ohnehin nie langfristig funktioniert.
Dann wäre da der Vorsatz, den die moderne Medizin dringend nötig hat: digital mutiger werden. Nein, niemandes Praxis muss von heute auf morgen zur HighTech-Ordi mutieren. Aber ein einziges Tool, das Zeit spart – ein digitales Formular, eine bessere Terminlösung, ein optimierter Workflow – kann plötzlich Stunden pro Woche freischaufeln. Und Zeit ist schließlich die Währung, von der Ärzt:innen traditionell am wenigsten haben.
Damit sind wir schon beim nächsten Vorsatz: Dem Team etwas Gutes tun. Kein Obstkorb, kein Firlefanz. Echte Wertschätzung heißt: etwas anbieten, das den Ordinationsalltag erleichtert – vielleicht eine Fortbildungsstunde pro Monat oder ein Benefit, der wirklich ankommt. Wer investiert, bekommt Energie zurück. Und Energie ist im Gesundheitswesen bekanntlich ein rares Gut.
Und dann kommt der unscheinbare, aber mächtige Vorsatz: Prozesse regelmäßig updaten. Einmal pro Saison einen Ablauf unter die Lupe nehmen – vom Laborweg über die Patientenaufnahme bis zum Rezeptmanagement. Nicht, weil etwas "schlecht" ist, sondern weil Routine dazu neigt, blind zu machen. Wer Prozesse pflegt, pflegt letztlich das ganze Team.
Fazit? Es braucht keine revolutionären Vorsätze, um das Praxisjahr 2026 zu verbessern. Nur ehrliche Mini-Schritte, die jeden Tag ein klein wenig leichter machen. Und das ist ein Vorsatz, der tatsächlich überlebt.