Hausärzt:in 6/2026
Ärzt:in Assistenz 2025

Vegetarische und vegane Ernährung bei Kindern und Jugendlichen

Brotbox mit Obst und Gemüse.
Ist eine Supplementierung bei vegetarischer oder veganer Ernährung erforderlich?
© AnastasiiaAkh / stock.adobe.com
Mit einem Update ihrer Stellungnahme1 reagiert die DGKJ auf die zunehmende Verbreitung vegetarischer und veganer Ernährungsformen. Kinder- und Jugendärzt:innen kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Sie sollten die Nährstoffversorgung regelmäßig erfassen, Familien beraten und bei Bedarf Laboruntersuchungen veranlassen.
Inhaltsverzeichnis

Die vegetarische Ernährung gewinnt insbesondere bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen zunehmend an Bedeutung. In Deutschland geben 14 % der 14- bis 29-Jährigen an, sich vegetarisch zu ernähren, 37 % bezeichnen sich als flexitarisch.2

Kinder- und Jugendärzt:innen betreuen daher immer häufiger Familien, die ihre Kinder vegetarisch oder vegan ernähren möchten. Hinzu kommen Familien, die den Konsum einzelner tierischer Lebensmittel wie Fleisch oder Milchprodukte einschränken oder pflanzliche Alternativprodukte nutzen, ohne einer klar definierten Ernährungsform zu folgen. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Beratung zur bedarfsgerechten Nährstoffversorgung im Praxisalltag zunehmend an Bedeutung.

Aktuelle Daten deuten darauf hin, dass vegetarische und speziell vegane Ernährungsformen im Kindes- und Jugendalter nicht nur mit Risiken einer unzureichenden Nährstoffversorgung verbunden sein können, sondern auch potenzielle gesundheitliche Vorteile bieten. So wurden insbesondere ein geringerer Körperfettanteil sowie Hinweise auf eine günstigere kardiovaskuläre Risikokonstellation beschrieben.