Beispielsweise haben Migrant:innen höhere Wiedereinweisungsraten. Das könnte darauf hindeuten, dass sie im Gesundheitssystem oft auf Barrieren stoßen und Einlieferungen ins Krankenhaus daher eventuell verspätet oder gar nicht erfolgen, was das rechtzeitige Ergreifen von entsprechenden Maßnahmen erschwert und schlechtere Krankheitsverläufe mit sich bringen kann.1 Ethnische Unterschiede bezüglich des Gesundheitszustands resultieren also aus einem komplexen Zusammenspiel, welches sozioökonomische, genetische, entwicklungs-, umwelt- und lebensstilbedingte Faktoren in den Fokus rückt.
Typ-2-Diabetes: Eine Frage der Herkunft?
Obwohl hierzulande fast 20 % der Bevölkerung keine österreichischen Staatsbürger:innen sind, machen sie nur 9,4 % der Krankenhauspatient:innen aus. Basierend auf dieser Statistik, könnte man annehmen, dass sich Migrant:innen in einem besseren Gesundheitszustand befänden als die im Inland geborene Bevölkerung. Diese Schlussfolgerung ist jedoch irreführend.
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