Hausärzt:in 7-8/2026
Ärzt:in Assistenz 2026

Malnutrition in der Geriatrie

Älterer Mann der vor einer Schüssel mit Joghurt sitzt.
Die unterschätzte Rolle des sozialen Umfeldes.
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Mangelernährung zählt zu den häufigsten und gravierendsten geriatrischen Syndromen der Gegenwart. Je nach Versorgungssetting – ob im häuslichen Umfeld, in teilstationären Einrichtungen, Pflegeheimen oder Akutkrankenhäusern – betrifft sie schätzungsweise 10 bis 60 % aller älteren Menschen.

Die klinischen Konsequenzen einer unzureichenden Nährstoff- und Energieversorgung sind in der Geriatrie und Ernährungsmedizin umfassend dokumentiert: Sie reichen von Sarkopenie und Frailty über eine deutlich erhöhte Infektanfälligkeit, kognitive Einbußen und Delirrisiken bis hin zu verzögerten Rekonvaleszenzzeiten sowie signifikant gesteigerten Hospitalisierungs- und Mortalitätsraten.