Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) warnt, dass längere und wärmere Sommer die Ausbreitung verschiedener Infektionskrankheiten begünstigen.1 Noch vor wenigen Jahrzehnten galten Erkrankungen wie Denguefieber, Chikungunya oder West-Nil-Fieber in Europa nahezu ausschließlich als Reisemedizin. Mittlerweile verändern steigende Temperaturen, veränderte Niederschlagsmuster und die Globalisierung die Verbreitung von Erregern und ihren Vektoren. Tropische und subtropische Infektionskrankheiten erreichen zunehmend Regionen Europas und auch Österreich, in denen sie bislang nicht vorkamen.
Klimawandel und Infektionserkrankungen
Hitzewellen und Rekordtemperaturen gehören inzwischen vielerorts zum europäischen Sommer. Während die akuten Auswirkungen von Hitze auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder vulnerable Patient:innengruppen gut bekannt sind, rücken zunehmend auch die infektiologischen Folgen des Klimawandels in den Fokus.
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