Hausärzt:in 02/2024

Lungenkrebsscreening verbessert Überlebensrate

Die Österreichische Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP) betont anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar die Bedeutung eines Lungenkrebs-Screenings. Obwohl die Behandlungsmöglichkeiten für Lungenkrebs verbessert wurden, wird die Krankheit oft erst in fortgeschrittenen Stadien entdeckt. Ein Screening von Risikogruppen könnte die Diagnose im Frühstadium ermöglichen, was die Überlebensrate erheblich verbessern könnte.

Internationale Studiendaten, insbesondere die NELSON-Studie1, zeigen, dass regelmäßige Low-Dose-Computertomographie-Untersuchungen die Lungenkrebs-Sterblichkeit bei Risikogruppen um bis zu 20% senken können, bei Frauen sogar um 40-60%. Neben der Früherkennung von Lungenkrebs könnten auch andere symptomlose Lungenerkrankungen identifiziert und behandelt werden.

ÖGP-Präsident Prim. Univ.-Prof. Dr. Bernd Lamprecht betont in einer Aussendung die Notwendigkeit eines umfassenden Lungengesundheitsvorsorge- und Früherkennungsprogramms in Österreich. Er hebt hervor, dass die Früherkennung von Lungenkrebs die Überlebenschancen erheblich steigert, während eine späte Diagnose die Behandlungsmöglichkeiten stark einschränkt.

Deshalb setzt sich die Gesellschaft für die Etablierung eines landesweiten Lungengesundheits-Früherkennungs- und Vorsorgeprogramms ein. Lungenfachärzt:innen spielen dabei eine entscheidende koordinative Rolle, weiters sei eine enge Zusammenarbeit aller beteiligten Fachdisziplinen erforderlich.

Ein Beispiel für eine erfolgreiche Umsetzung bietet das Pilotprojekt Tyrolung Lungencheck in Tirol. Dieses multidisziplinäre Projekt, koordiniert von Pneumologin und ÖGP-Generalsekretärin Prim.a Univ.-Prof.in Dr.in Judith Löffler-Ragg, entwickelt eine Machbarkeitsstudie als Modell für die weitere Ausrollung in ganz Tirol.

Österreichische Gesellschaft für Pneumologie