Hausärzt:in 12/2025
Ärzt:in Assistenz 2025

Impfskepsis überwindbar?

Bücherreihe mit Fragezeichen oben drüber
Excuse me, do you speak Wissenschaft?
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Impfskepsis ist ein wachsendes Problem der öffentlichen Gesundheit, das insbesondere auch durch Fehlinformationen über Risiken von Kinderimpfungen befeuert wurde. Die Corona-Pandemie verstärkt dieses Phänomen noch und rückte es in den politischen und gesellschaftlichen Diskurs. Eine neue Studie charakterisierte verschiedene impfskeptische Gruppen und fand heraus, dass von Härtefällen abgesehen, viele sich trotz anfänglicher Vorbehalte, später COVID-19 impfen ließen.
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Impfzurückhaltung wurde durch die COVID-19 Pandemie stärker in den politischen und gesellschaftlichen Diskurs gerückt. Eine aktuelle Studie aus England charakterisierte verschiedene impfskeptische Gruppen und zeigte, dass viele Menschen trotz anfänglicher Vorbehalte später bereit waren, sich gegen COVID-19 impfen zu lassen.

Trotz der Verfügbarkeit hochwirksamer Impfstoffe gegen SARS-CoV-2 hielt die Impfzurückhaltung in bestimmten Bevölkerungsgruppen in England während der Pandemie an. Ausmaß und Motive der Zurückhaltung variierten dabei deutlich nach demografischen Merkmalen. So zeigen die Daten, dass insbesondere Menschen mit nicht-weißer Hautfarbe, geringerer Bildung oder wirtschaftlicher Benachteiligung häufiger Impfvorbehalte äußerten. Zugleich können diese demografischen Unterschiede Hinweise auf unterschiedliche zugrunde liegende Überzeugungen und Werte geben.

Ein besseres Verständnis der Faktoren, die Impfskepsis antreiben, ist entscheidend für die Planung und Umsetzung effektiver Maßnahmen im öffentlichen Gesundheitswesen. Gezielte Interventionen sind für die Zukunft notwendig, um die Impfakzeptanz zu fördern und um zukünftige Krankheitsausbrüche zu verhindern.