Eine neue internationale Umfrage, die im September 2025 auf dem Kongress der European Academy of Dermatology and Venereology in Paris vorgestellt wurde, zeigt: Erwachsene mit atopischer Dermatitis (AD) gaben deutlich häufiger an, Suizidgedanken zu haben, als Erwachsene ohne AD (13,2 % vs. 8,5 %).1
Klinische Merkmale spielen eine große Rolle: Eine moderate bis schwere AD verdoppelt die Wahrscheinlichkeit für Suizidgedanken. Auch Pruritus (Juckreiz), Hautschmerzen und eine hohe Gesamtintensität der Symptome erhöhen das Risiko signifikant. Erwachsene mit Suizidgedanken berichteten ebenfalls über häufigere Stigmatisierungserfahrungen sowie vermehrt auftretende Schlafstörungen – insbesondere eine gemischte Insomnie. Die Frage nach der seelischen Verfassung, der Schlafqualität und dem Gefühl der Stigmatisierung könnte somit einen wichtigen Bestandteil der Anamnese darstellen.1