Hausärzt:in 12/2025
Ärzt:in Assistenz 2025

Atopische Dermatitis – ein belastender Wegbegleiter

Schematische Darstellung eines Mannes mit hängendem Kopf der auf einem zerklüfteten Weg steht
Herausforderungen der AD-Behandlung im Erwachsenenalter.
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Die atopische Dermatitis geht oft mit einer erheblichen körperlichen und seelischen Belastung einher. Geschlechtsunterschiede und ein Erkrankungsbeginn im Erwachsenenalter bringen dabei besondere Herausforderungen für Diagnostik und Therapie mit sich. 
Inhaltsverzeichnis

Eine neue internationale Umfrage, die im September 2025 auf dem Kongress der European Academy of Dermatology and Venereology in Paris vorgestellt wurde, zeigt: Erwachsene mit atopischer Dermatitis (AD) gaben deutlich häufiger an, Suizidgedanken zu haben, als Erwachsene ohne AD (13,2 % vs. 8,5 %).1

Klinische Merkmale spielen eine große Rolle: Eine moderate bis schwere AD verdoppelt die Wahrscheinlichkeit für Suizidgedanken. Auch Pruritus (Juckreiz), Hautschmerzen und eine hohe Gesamtintensität der Symptome erhöhen das Risiko signifikant. Erwachsene mit Suizidgedanken berichteten ebenfalls über häufigere Stigmatisierungserfahrungen sowie vermehrt auftretende Schlafstörungen – insbesondere eine gemischte Insomnie. Die Frage nach der seelischen Verfassung, der Schlafqualität und dem Gefühl der Stigmatisierung könnte somit einen wichtigen Bestandteil der Anamnese darstellen.1