Insgesamt sind acht humanpathogene Herpesviren bekannt, die aufgrund ihrer Fähigkeit zur lebenslangen Persistenz und möglichen Reaktivierung eine besondere Stellung innerhalb der dermatologischen Infektiologie haben.
Nach einer Primärinfektion verbleiben Herpesviren lebenslang im Organismus und können durch diverse Stimuli – und vor allem bei nachlassender Immunität – reaktiviert werden. Dieses Prinzip gilt auch für das Varizella-Zoster-Virus (VZV), das nach durchgemachter Windpockenerkrankung ("Schafblattern") in den sensorischen Ganglien persistiert. Eine vollständige Elimination des Virus ist trotz wirksamer antiviraler Therapie nicht möglich. Präventive Maßnahmen, insbesondere die Impfung, gewinnen daher an Bedeutung.