Prof. Anette-Gabriele Ziegler (Helmholtz München) gab in Ihrem Vortrag einen Überblick über vier Jahrzehnte Forschung zur Pathogenese, Früherkennung und Prävention des Typ-1-Diabetes und zeigte auf, wie diese Erkenntnisse zunehmend Eingang in die klinische Praxis finden.
Typ-1-Diabetes früher erkennen, gezielter vorhersagen, wirksamer verhindern
Die diesjährige Claude Bernard Lecture beim EASD-Kongress verdeutlichte den Paradigmenwechsel im Verständnis des Typ-1-Diabetes: Die Erkrankung wird zunehmend als über Jahre verlaufender Autoimmunprozess verstanden, der bereits lange vor der klinischen Manifestation erkannt, prognostiziert und zunehmend auch therapeutisch beeinflusst werden kann.
Inhaltsverzeichnis
- Der Beginn des Typ-1-Diabetes liegt Jahre vor den Symptomen
- Zwei Autoantikörper markieren den Beginn der Erkrankung
- Fr1da: Bevölkerungsweites Screening zeigt klinischen Nutzen
- Präzisere Prognose durch Distanz- und Geschwindigkeitsmarker
- Teplizumab eröffnet die Ära der krankheitsmodifizierenden Therapie
- Primärprävention rückt in greifbare Nähe
- POInT: Orales Insulin zur Induktion von Immuntoleranz
- Umweltfaktoren bleiben ein zentrales Forschungsfeld
- Fazit für die Praxis
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