Hausärzt:in 03/2026
Ärzt:in Assistenz 2025

Mepolizumab als Add-On für den eosinophilen Phänotyp

COPD entsteht nicht nur durch aktives Rauchen: Auch frühe Risikofaktoren wie wiederkehrende Infekte und Umweltbelastungen können die Lunge dauerhaft schädigen.
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Am 24. März 2026 fand ein virtueller Presse Round Table des Biopharmaunternehmens GSK zur Vorstellung der neuen Add-on-Therapie Mepolizumab (Nucala®) für Patient:innen mit unkontrollierter chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) und eosinophilem Phänotyp statt. Prim.a Priv.-Doz.in Dr.in Marie-Kathtin Breyer, Leiterin des Ludwig-Boltzmann-Instituts für Lungengesundheit, präsentierte aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse, Leitlinienempfehlungen und nationale Daten zu COPD in Österreich.
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Seit Anfang Februar 2026 ist Mepolizumab als Add-On-Therapie für Patient:innen ab 18 Jahren zugelassen, die trotz inhalativer Standardtherapie weiterhin Symptome zeigen und akute Exazerbationen aufweisen. Voraussetzung für die Therapie ist ein Nachweis erhöhter eosinophiler Zellen im Blut. Die subkutane Applikation erfolgt einmal monatlich. Studien zeigen, dass Mepolizumab Exazerbationen signifikant reduziert, die Lebensqualität verbessert und die Anzahl von Krankenhausaufenthalten um 35 % senkt. Besonders hervorzuheben ist das günstige Nebenwirkungsprofil im Vergleich zur langfristigen Steroidtherapie.

Die COPD stellt weltweit die dritthäufigste Todesursache dar, auch in Österreich ist sie eine relevante chronische Erkrankung. Nationale Daten aus der LEAD (Lung – hEart – sociAl – boDy)-Studie, der umfangreichsten Longitudinalstudie für Lungengesundheit in Europa, zeigen eine Prävalenz von rund 7 % bei Erwachsenen. Die häufigste Ursache für die COPD ist nach wie vor das aktive Rauchen, die Prävalenz liegt in Österreich derzeit bei rund 15 %. Mittlerweile ist aber auch bekannt, dass andere Risikofaktoren ebenfalls eine Rolle spielen. Beispielsweise sind in diesem Zusammenhang eine Frühgeburt, wiederkehrende Infekte und natürlich Umweltbelastungen zu nennen – wodurch auch Patient:innen, die nie geraucht haben, eine COPD entwickeln können.