Kommt es bei Glatteis zu einem Sturz und zu einem Bruch, spricht dies häufig für eine verminderte Knochenstabilität. Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e. V. (DGIM) warnt daher, dass Frakturen ein erstes Warnzeichen für eine bislang unerkannte Osteoporose sein kann. Wird die Osteoporose nicht erkannt und behandelt, steigt das Risiko für weitere Frakturen.
Besonders betroffen sind Frauen nach den Wechseljahren, ältere Männer sowie Menschen mit hormonellen Erkrankungen oder einer längerfristigen Kortisontherapie. Mit zunehmendem Alter kommen weitere Risikofaktoren wie Muskelabbau, Gleichgewichtsstörungen und Seheinschränkungen hinzu.
Trotz dieser bekannten Zusammenhänge bleibt die Osteoporose-Abklärung nach Knochenbrüchen häufig aus. Obwohl in den Leitlinien nach einer fragilitätsbedingten Fraktur eine Osteoporose-Diagnostik und Behandlung empfohlen wird.
Eine frühzeitige medikamentöse Behandlung der Osteoporose zusätzlich zu einer Basistherapie senkt das Risiko weiterer Knochenbrüche. Eine knochengesunde Lebensweise mit ausreichender Kalziumzufuhr über die Nahrung, optimaler Vitamin-D-Versorgung und regelmäßiger körperlicher Aktivität, vor allem Sport mit Kombination aus Ausdauer-, Koordinations- und Krafttraining kann Stürze und Frakturen vorbeugen.
Die Österreichischen Osteoporose-Leitlinien finden Sie hier.