Patient:innen mit kardiovaskulären oder pulmonalen Grunderkrankungen tragen ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe von Atemwegsinfektionen. Um Ärzt:innen bei der Impfberatung zu unterstützen, haben die Österreichische Kardiologische Gesellschaft (ÖKG), die Austrian Respiratory Coalition und die Österreichische Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP) eine gemeinsame Impfempfehlung für Menschen mit Herz- oder Lungenerkrankungen erstellt. Die kompakte Übersicht dient als praktische Checkliste für die Ordination und soll helfen, Impflücken rasch zu erkennen und zu schließen.
Das Informationsblatt bietet auf einen Blick Empfehlungen zu den wichtigsten Schutzimpfungen bei chronischen Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen. Außerdem können Impfstatus und notwendige Auffrischungen direkt im Patientengespräch dokumentiert werden.
Hier finden Sie die Checkliste zum Ausdrucken.
Menschen mit koronarer Herzkrankheit, Herzinsuffizienz, pAVK, COPD, Asthma, Diabetes oder Adipositas sind besonders gefährdet an Influenza, COVID-19, Pneumokokken- oder RSV-Infektionen schwer zu erkranken. Neben Hospitalisierungen steigt auch das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse und Dekompensationen bestehender Erkrankungen.
Die Übersicht fasst die wichtigsten Impfempfehlungen für Risikopatient:innen zusammen. Empfohlen werden Impfungen gegen Influenza, SARS-CoV-2, Pneumokokken, RSV, Keuchhusten/Diphtherie/Tetanus sowie Herpes zoster. Für viele dieser Impfungen bestehen alters- oder risikobezogene Empfehlungen unabhängig von einer bestehenden Grunderkrankung. Zusätzlich enthält die Checkliste Platz zur Dokumentation des Impfstatus und listet die wichtigsten chronischen Grunderkrankungen auf, bei denen ein besonderer Impfschutz empfohlen wird.
Die Fachgesellschaften betonen, dass Impfungen ein wichtiger Bestandteil der langfristigen Betreuung chronisch kranker Patient:innen sind. Sie können zwar Infektionen nicht immer verhindern, reduzieren aber wirksam schwere Verläufe, Komplikationen und das Sterblichkeitsrisiko. Die Empfehlung daher: Den Impfstatus bei jeder Visite überprüfen und fehlende Impfungen möglichst zeitnah nachholen.